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SN 3.1
PTS: S i 68
CDB i 164
Dahara Sutta: Jung
übersetzt aus dem Pali von
Thanissaro Bhikkhu
Übersetzung ins Deutsche von: (Info)
Samana Johann
Alternative Übersetzung: noch keine vorhanden [share a translation]

Ich habe gehört, daß der Befreite zu einer Begebenheit nahe Savatthi, in Jetas Hain, Anathapindikas Kloster verweilte. Da ging König Pasenadi Kosala zum Befreiten und, mit Ankunft, tauschte er zuvorkommende Grüße mit ihm aus. Nach diesem Austausch von freundlichen Grüßen und Höflichkeiten, setzte er sich an eine Seite. Als er dort saß, sagte er zum Befreiten: "Nun dann, behauptet Meister Gotama 'Ich bin zum unübertroffenen Rechtensselbsterwacht erwacht'?"

"Wenn, großer König, jemand über irgend jemanden rechtens sagen würde: 'Er ist zum unübertroffenen Rechtesselbsterwacht erwacht', könne man dieses rechtens von mir sagen. Denn ich, großer König, bin zum unübertroffenen Rechtensselbsterwacht erwacht."

"Aber Meister Gotama, jene Brahmanen und Besinnlichen, jeder mit seiner Gruppe, jeder mit seiner Gemeinschaft, jeder der Lehrer seiner Gruppe, ein geehrter Führer, gutgeachtet von Leuten im Großen, wie Purana Kassapa, Makkhali Gosala, Ajita Kesakambalin, Pakudha Kaccayana, Sañjaya Belatthaputta und der Nigantha Nathaputta: selbst diese, wenn ich sie fragte ob sie behaupten, zum unübertroffenen Rechtensselbsterwacht erwacht zu sein, machten diese Behauptung nicht. So wer ist Meister Gotama, daß er so tut, so er noch ein Junger und kürzlich Fortgezogener ist?"

"Da sind diese vier Dinge, großer König, welche für jung seiend nicht verachtet und herabgesetzt werden sollten. Ein Edelkrieger, großer König, sollte nicht, für jung seiend, verachtet und herabgesetzt werden. Eine Schlange sollte nicht, für jung seiend, verachtet und herabgesetzt werden. Ein Feuer sollte nicht, für jung seiend, verachtet und herabgesetzt werden. Und ein junger Bhikkhu sollte nicht, für jung seiend, verachtet und herabgesetzt werden."

Das ist was der Befreite sagte. Dieses gesagt habend, sprach der Gutgegangene, der Lehrer, weiter:

Ihr solltet nicht hinunter blicken auf — für jung seiend — einen Edelkrieger von vollkommener Geburt, ein hochgeborener Prinz mit großem Ansehen. Eine Person, ihn nicht herabsetzten sollte. Den es ist möglich, daß dieser Herr menschlicher Lebewesen, dieser noble Krieger, den Thron erlangen wird, und, erzürnt über diese Herabsetzung, grob darauf zurückkommen könnte, mit seiner königlichen Macht. So, Euer Leben bewachend, meidet ihn. Ihr solltet nicht hinunter blicken auf — für jung seiend — eine Schlange die Ihr trefft, in einem Dorf oder Wildnis: Eine Person, sie nicht herabsetzten sollte. So diese potente Schlange einherschlängelt in beschwingenden Farben, sie eines Tages den Dummkopf verbrennen mag , ob nun Frau oder Mann. So, Euer Leben bewachend, meidet ihn. Ihr solltet nicht hinunter blicken auf — für jung seiend — eine Feuersbrunst die sich an vielen Dingen nährt, eine Flamme mit ihrem schwarzendenden Verlauf: Eine Person, sie nicht herabsetzten sollte. Denn wenn sie Unterhalt erlangt, eine große Maße an Flammen werdend, sie den Dummkopf eines Tages verbrennen mag, ob nun Frau oder Mann. So, Euer Leben bewachend, meidet ihn. Wenn ein Feuer einen Wald nieder brennt — diese Flamme mit ihrem schwarzendenden Verlauf — nehmen die Sprosse dort für ein weiteres Geburt in Tages und Nächtes Verlauf. Doch wenn ein Bhikkhu, vollkommen seine Tugend, Euch mit seinem Vermögen[1] verbrennt, würdet Ihr keine Söhne und Vieh erwerben, noch werden Eure Erben sich an Wohlstand erfreuen. Sie werden kinderlos, erbenlos, wie Palmenstümpfe sein. So eine Person, die weise, in Bedacht auf ihr eigenes Gut, sollte stets passenden Respekt erweisen, gegenüber einer Schlange, einem Feuer, einem noblen Krieger mit hohem Stand, und einem Bhikkhu, vollkommen in seiner Tugend.

Als dieses gesagt war, sprach König Pasenadi zum Befreiten: "Hervorragend, Herr! Hervorragend! Gerade so als ob er etwas das umgedreht war hoch gerichtet hätte, freigelegt, was verdeckt war, um den Weg einem zu zeigen, der verloren war, oder um eine Lampe in die Dunkelheit zu tragen, sodaß jene mit Augen Form sehen könnten, in der selben Weise hat der Befreite, mit vielen Zeilen der Begründung, das Dhamma klar gemacht. Ich nehme Zuflucht zum Befreiten, zum Dhamma, und der Gemeinschaft der Bhikkhus. Mag sich der Befreite meiner als ein Laienanhänger erinnern, der Ihn als Zuflucht genommen hat, von diesem Tag an, für ein Leben."

Anmerkung

1.
Das "Vermögen" eines tugendhaften Bhikkhus ist seine Ungewilltheit Wiedergutmachung zu suchen, wenn er falsch behandelt wurde. Das schlechte Kamma einen Bhikkhu, rein in seiner Tugend, falsch behandelt zu haben, ist was zurück kommt, und die Person die es getan hat verbrennt.
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